Wir alle kennen die rauchige Stimme, die Anzüge, den Glamour. Weniger präsent ist bis heute das, was uns an Marlene Dietrich am meisten beeindruckt: ihre Haltung. Trotz großer Versprechungen weigerte sie sich, die nationalsozialistische Propaganda zu unterstützen. Sie nahm die US-Staatsbürgerschaft an, sang für die Soldaten und musste aus der Ferne mit ansehen, wie ihre Heimat vor die Hunde ging. Ein Leben zwischen Glamour und Abgrund, und keine einzige Kompromissbereitschaft.
Genau hier setzt „Glanz & Widerstand" an. Die Kampagne wurde im Rahmen des Berliner Förderprogramms zur Bekämpfung von Antisemitismus realisiert, und ihr Ziel war es, Dietrichs Erbe der Zivilcourage und des Anstands sichtbar zu machen. Nicht als nostalgische Erinnerung, sondern als Frage an uns heute: Wofür stehen wir auf, wenn es unbequem wird? Unser Dank gilt der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, deren Unterstützung das möglich gemacht hat.
Das war für uns der Kern: eine historische Figur so zu erzählen, dass sie in der Gegenwart etwas auslöst. Dietrichs Haltung gegen Hass und Propaganda ist kein abgeschlossenes Kapitel, sie ist ein Maßstab. Genau diese Verbindung von Erinnerung und Haltung wollten wir mit der Kampagne in die Stadt tragen und in ein Publikum, das sich sonst nicht unbedingt mit dieser Geschichte beschäftigt.
Der künstlerische Ausdruck der Kampagne basiert auf der immersiven Ballett-Performance der Berlin Ballett Company.



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