Stories of Freedom 2026

Stories of Freedom würdigt Dokumentar- und Spielfilme, die von den Freiheitskämpfen unserer Zeit erzählen. Gezeigt werden Filme, die einen nicht loslassen.

Es gibt Filme, die enden nicht mit dem Abspann.

Sie begleiten einen nach Hause. Nicht, weil sie einfache Antworten liefern, sondern weil sie Fragen stellen, die bleiben. Wie verteidigt man Freiheit? Was bedeutet Widerstand? Und welchen Preis zahlen Menschen, die sich gegen Unterdrückung, Korruption oder Gewalt stellen?

Genau darum ging es bei Stories of Freedom, das 2025 erstmals im Rahmen der Berlin Freedom Week und der Straße der Demokratie stattfand. Der Filmtag verstand sich nie als klassische Filmveranstaltung. Er war ein Ort der Begegnung – zwischen Kino und Politik, zwischen persönlichem Schicksal und gesellschaftlicher Verantwortung, zwischen Filmschaffenden, Aktivistinnen und Aktivisten sowie einem Publikum, das mehr wollte als Unterhaltung.

Ein Jahr später beginnt die Vorbereitung der zweiten Ausgabe. Und mit ihr der Call for Films 2026:

Call for Films 2026

Für die zweite Ausgabe von Stories of Freedom suchen wir Filme, die den Mut haben, genau jene Fragen zu stellen, die uns auch nach dem Kinobesuch begleiten. Gesucht werden Dokumentar-, Animations-, Spiel- und Hybridfilme ebenso wie immersive Arbeiten im Bereich VR/XR. Im Mittelpunkt stehen Geschichten über Demokratie, Menschenrechte, Widerstand und gesellschaftliche Verantwortung.

Einreichungsfrist: 31. August 2026

Teilnahmeberechtigt: Kurz- und Langfilme, fertiggestellt Ende 2025 oder 2026

Kategorien:

  • Pressefreiheit verteidigen
  • Demokratie stärken
  • Gender Apartheid überwinden
  • Artivism
  • Gerechtigkeit einfordern
  • Korruption sichtbar machen
  • Best Immersive Work (VR/XR)

Bekanntgabe der Auswahl: Anfang Oktober 2026

Stories of Freedom Film Day & Berlin Freedom Film Awards: 11. November 2026, Colosseum Berlin

Teilnahme: kostenfrei

Die erste Ausgabe von Stories of Freedom folgte einer einfachen Überzeugung: Film kann politische Zusammenhänge verständlich machen, weil er sie durch Menschen erzählt. Freiheit erscheint darin nicht als abstrakter Begriff, sondern als etwas, das täglich verteidigt werden muss – durch Mut, Beharrlichkeit und den Willen, die eigene Stimme nicht verstummen zu lassen.

Das Programm versammelte Dokumentar- und Spielfilme wie Be My Voice, Scars of a Putsch, Streets Loud with Echoes, Kherson: Human Safari, Hambre und Rule Breakers. Jeder Film wurde von einem Gespräch begleitet, das die Geschichten auf der Leinwand mit den politischen Realitäten der Gegenwart verband.

Nach der Vorführung von Be My Voice sprach die iranische Aktivistin Masih Alinejad, Mitbegründerin des World Liberty Congress, über den Mut, autoritären Regimen öffentlich entgegenzutreten – und über die persönlichen Konsequenzen, die eine solche Entscheidung mit sich bringt.

Im Anschluss an Scars of a Putsch diskutierten der Journalist Can Dündar und die Regisseurin Nathalie Borgers über Pressefreiheit, politische Verfolgung und die Erfahrung des Exils. Was bedeutet es, das eigene Land verlassen zu müssen und den Kampf für Demokratie dennoch fortzusetzen?

Rule Breakers, der Spielfilm über Afghanistans erstes Robotik-Team junger Frauen, brachte Düzen Tekkal, Roya Mahboob, Hannah Neumann, Sadaf Zahedi und Shila Bahjat zusammen. Im Mittelpunkt stand die dramatische Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan – und die Frage, welche Verantwortung die internationale Gemeinschaft trägt.

Auch Hambre verband individuelles Schicksal mit strukturellen Fragen. Gemeinsam mit Joanna Nelson, Roberto Pérez Rocha von Transparency International und dem venezolanischen Demokratieaktivisten Leopoldo López wurde deutlich, wie eng Korruption, politische Macht und soziale Ungleichheit miteinander verflochten sind.

Besonders eindrucksvoll war die Diskussion zu Kherson: Human Safari, die gemeinsam mit Be an Angel entstand. Regisseurin Zarina Zabrisky, Oleksandra Pavlenko von Be an Angel Ukraine und Julett Pineda von der Deutschen Welle sprachen – moderiert von Johannes Voswinkel, Leiter des Ukraine-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung – über Kriegsverbrechen gegen Zivilistinnen und Zivilisten und über die Verantwortung von Journalismus und Film, Zeugnis abzulegen.

Mit Streets Loud with Echoes richtete sich der Blick nach Kasachstan. Regisseurin Katerina Suvorova ordnete die Protestbewegungen des Landes historisch und politisch ein und schuf zugleich einen Raum für den Austausch mit der kasachischen Exilgemeinschaft in Berlin.

Ergänzt wurde das Filmprogramm durch eine Virtual-Reality-Installation und eine Fotoausstellung, die den Themen des Tages eine weitere visuelle Ebene verliehen.

Im November 2026 kehrt Stories of Freedom im Rahmen der Berlin Freedom Week zurück.

Die Idee bleibt dieselbe: Filme können Räume schaffen, in denen gesellschaftliche Debatten nicht abstrakt geführt werden, sondern anhand konkreter Lebensgeschichten. Sie können politische Bildung ermöglichen, Empathie wecken und demokratischen Austausch fördern.

Gleichzeitig entwickelt sich das Format weiter.

Erstmals wird der Berlin Freedom Film Award verliehen. Ausgezeichnet werden Filme in sechs thematischen Kategorien, die sich mit den großen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften auseinandersetzen. Eine hochkarätig besetzte Jury wird aus den nominierten Produktionen jeweils einen Preisträger auswählen. Die Preisverleihung findet am 11. November 2026 im Colosseum Berlin statt – eingebettet in einen Filmtag, an dem Vorführungen und Gespräche untrennbar zusammengehören.

Denn Stories of Freedom versteht Film nicht als Endpunkt einer Debatte, sondern als ihren Anfang.

Stories of Freedom ist eine Initiative von The Good Media Network und findet im Rahmen der Berlin Freedom Week mit Unterstützung der Senatskanzlei Berlin und der Berliner Sparkasse im Colosseum Berlin statt, in Partnerschaft mit Meine Schönhauser Allee. Die Berlin Freedom Week ist eine gemeinsame Initiative der Berlin Freedom Society e. V., des World Liberty Congress, der Robert-Havemann-Gesellschaft, der Axel Springer Freedom Foundation und visitBerlin.