
In Zeiten von Fake News und Desinformation ist die Rolle von Dokumentarfilmen wichtiger denn je, um komplexe Themen zu beleuchten und den öffentlichen Diskurs anzuregen. The Good Media Lab und The Good Media Pitch verfolgen das Ziel, die Sichtbarkeit und Reichweite dokumentarischer Formate in Deutschland zu erhöhen und sie als wirksame Werkzeuge für gesellschaftlichen Wandel zu etablieren. Wir arbeiten mit dem Ansatz des Impact Producing sowie der Entwicklung von Impact-Kampagnen und Distributionsstrategien.
Ausgewählte Projekte kommen zu einem mehrtägigen Lab zusammen und entwickeln mit internationalen Expert*innen ihre Impact- und Publikumsstrategie: Was ist das Ziel des Films? Welche Zielgruppen wollen wir bewegen? Welche Partner brauchen wir?
Der Höhepunkt: Die Teams präsentieren ihre Strategien vor möglichen Partnern aus Medien, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Aus Ideen werden Allianzen, in anschließenden Round Tables aus Allianzen konkrete Kooperationen.
Teilnehmende Projekte können sich um eine Startförderung bewerben. Die Mittel werden nicht automatisch vergeben, sondern von einem Expert*innenpanel nach Umsetzbarkeit und Relevanz zugeteilt.
Unser Ansatz in einem Satz: Impact Producing verlängert die Lebensdauer eines Films, erweitert seine Reichweite und macht ihn zum Werkzeug für konkrete Ziele, durch kluge Kampagnen, die richtigen Partner und gezielte Wege zum Publikum.
2024 – Die erste Ausgabe Zum Auftakt wählte eine internationale Jury sechs Projekte aus über fünfzig Einreichungen, unterstützt vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Nach dem Lab im Sommer präsentierten die Teams ihre Kampagnen im Oktober beim allerersten Good Media Pitch während der ersten Doxumentale, darunter „The Family Approach" (Regie Daniel Abma) [Interview] und Loraine Blumenthals „Im Osten was Neues" [Interview]. Der begleitende D'Hub wurde auf Anhieb zum lebendigen Branchentreffpunkt.
2025 – Die zweite Ausgabe Die ausgewählten Projekte wurden auf der Berlinale 2025 vorgestellt und kamen im März zum Good Media Lab in den Atelier Gardens zusammen. Beim Pitch am 12. Juni auf der Doxumentale präsentierten sechs Teams ihre Strategien: „Brecht into the Metaverse" (Katharina Haverich), „Intersection" (Karoline Rößler), „9 Month Contract" (Ketevan Vashagashvili), „Auto Queens" (Sraiyanti Haricharan), „Sorry for the Genocide" (Theodora Shandé) und „Build It and They Will Come" (Julian Dykmans). Erstmals konnten sich die Projekte um Mittel aus dem neuen Good Media Fund bewerben.
2026 – Die dritte Ausgabe Nach dem Lab im Februar präsentierten die Teams ihre Projekte und Impact-Strategien beim Good Media Pitch am 28. Mai 2026 im Atrium Tower, im Rahmen der Doxumentale'26. Mit dabei waren "Across," "Grace," "It's All The Rage," "No I'm Not The Mother" und "Sky's The Limit," asowie zwei Filme aus dem Projekt "Human Rights Beyond The Human?" aus Kolumbien („Aty Seikuinduwa – Judge Between Worlds") und Nepal („Marsyangdi Wile Riiba – May You Live As Long As The River").
The Good Media Pitch + Lab sind Teil der Doxumentale und werden durch eine Förderung des Medienboards Berlin Brandenburg ermöglicht.